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Echos Sag was! Heimat |
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| NEWS 21.03.2005: Offline hält sich mittlerweile seit 7 Wochen in den Top20 der BOD-Bestsellerliste. 14.03.2005: Ein Erfahrungsbericht "Wie ist es, ein Buch zu veröffentlichen" ist seit heute bei Neon online. 05.03.2005: Eine weitere Rezension des Buches ist auf Jurawelt erschienen. Danke, Ronald. 10.02.2005: Die Lesung auf der Insel-Berlin war ein voller Erfolg! 10 Autoren haben gelesen, etwa 80 Zuhörer waren anwesend. Einen Bericht gibt es hier. Nach der Lesung hatten wir zeitweise einen dreistelligen Verkaufsrang bei amazon! 09.02.2005: Ein Interview von Daniel Erk mit Sarah, Burkhardt und Sascha ist bei jetzt.de erschienen. 18.01.2005: Die Berliner Stadtillustrierte Zitty hat in ihrer Ausgabe 03/2005 auf Seite 77 eine kleine Kritik über uns gebracht. Den kompletten Text gibt es in den Echos nachzulesen. 29.11.2004: Offline erscheint!
Kauf Dich Glücklich Offline - Eine Sammlung Herausgegeben von: Sascha Kowalski Books on Demand GmbH Taschenbuch, 140 Seiten ISBN: 3-8334-2127-4 9,90 Euro |
Vorwort Titel? para bellum Einer wie Rainer Wird wieder Atme
Dirk von Gehlen: VorwortDein Publikum wartet – erzähl deine Geschichte auf www.jetzt.de . Unter diesem Motto bietet das Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung seit dem Sommer 2001 jungen Menschen, die Möglichkeit zu schreiben. Die Autoren, die in diesem Geschichtenband versammelt sind, haben sich dieses Motto zu Herzen genommen. Sie schreiben nicht nur auf jetzt.de sehr lesenswerte Texte , sie gehen jetzt sogar einen Schritt weiter – auf ihr Publikum zu – und drucken diese Texte jetzt im Selbstverlag: 43 Geschichten, die die Faszination des Alltäglichen einfangen, die zweifeln und fragend auf den Alltag schauen. Auf einen Alltag, in dem Sleepshirts aus dem Supermarkt genauso vorkommen wie trinkende Fernsehmoderatoren und grübelnde Innenansichten. Es sind Geschichten, die von Wunden und WGs, von Musik und Medien, von Jungs und Mädchen erzählen. Sie spielen in Kiezkneipen oder im Krankenhaus, im Zug oder beim Zahnarzt und sind in einer Sprache geschrieben, die man in den Medien selten liest. Hier tauchen Worte wie Armyparka oder Croissantmatsch auf. Allein deshalb lohnt sich die Lektüre. Aber es geht um mehr. Es geht darum, „dass sie wieder echt sein sollen, gefühle und so“ wie Sarah Alina Grosz es in ihrem Text (Seite 90) beschreibt. Es geht um eine ehrliche Perspektive auf das Leben im Jahr 2004. Es geht, sagen wir es ruhig so pathetisch: um Authentizität. Darum, einen Ort zu finden, an dem man sich verstanden fühlt und deshalb Geschichten erzählen kann. Die Autorinnen und Autoren dieses Buches haben sich diesem Ort zumindest angenähert – und teilen ihn jetzt mit hoffentlich vielen Lesern: sie haben nicht nur im Internet Freundschaften geschlossen, sondern diese auch ins wirkliche, echte Leben übertragen und mit großem Engagement zu einem gemeinsamen Projekt geführt: zu diesem Buch. Ein schönes Buch , das hoffentlich auch dabei hilft, Talente zu entdecken, die sonst ungenutzt bleiben. Deshalb könnte man im Anklang an das jetzt.de-Motto formulieren: die guten Schreiberinnen und Schreiber warten – entdecke sie! In diesem Buch und auf jetzt.de im Internet. München, November 2004 Dirk von Gehlen ist Redaktionsleiter bei www.jetzt.de Seitenanfang Stefanie-Pauline Drewfs: Titel?Darf ich reinkommen? Wir könnten irgendeinen albernen Actionfilm schauen, Bier trinken und ganz viel rauchen. Oder musst du arbeiten? Dann könnte ich mich vielleicht einfach in dein Bett legen. Ich bin auch ganz leise, ich beweg mich nicht, du wirst gar nicht merken, dass ich da bin. Lass mich einfach nur hier sein, ja? Oder könnte ich vielleicht doch was sagen? Ich würde dir gern von dem Kissen erzählen, dass so nach ihm roch. Ich hab es nämlich gewaschen. Ach, aber das ist jetzt ja nicht wichtig. Er fehlt mir nur so, weißt du? Das verstehst du doch, gerade du. Seitenanfang Natalia Imaz: para bellumLudmilla ist jetzt nicht mehr. Nichts mehr. Und all die inszenierten Geräusche in seinem Kopf können auch nichts mehr daran ändern. Das Knäuel in der Mitte des Raums gurgelt weiter, unerkennbar im Dunkeln. Unbeweglich und unaufhaltsam. Trotzig. Das Gurgeln nimmt nicht ab. „Bitte, schieß“ hat sie noch gesagt. Bitte. Sie hat das gesagt und dann gehustet und mit dem Husten kam ein brauner Brei aus ihrem Mund, säuerlich und warm. Sie hat an seine Liebe appelliert. Und das Einzige, was er in den vergangenen Stunden fühlen konnte, ist Hass. Auf sie. Weil sie all die langen Stunden vor seiner Ankunft ums Überleben gekämpft hat. Weil sie ihn damit in eine denkbar unmögliche Lage zwingt. Weil er plötzlich an ihr den Krieg hört. Seitenanfang Liefka Heideman: Einer wie RainerRainer ist so einer, den hat man verarscht, damals, die Hafenpolizei, aber er und seine russische Mannschaft, die gehen nicht weg von Deck, die Russen sind ja zäh, bekanntlich. Und was macht ein Kapitän, wenn die Truppe nicht abhaut, ohne Lohn. Da bleibt man Kapitän, denn der Kapitän geht ja bekanntlich als Letzter. Seitenanfang Katharina Lerch: Wird wieder„Lass das bitte, das ist ja abstoßend“, hatte ich gesagt als ein Glas an die Wand geflogen war, eins von diesen Senfgläsern mit Motiven, ich mochte das Motiv irgendwie, aber ich hasse es, wenn man mit Gegenständen wirft. Das ist absolut müßig. Reine Theaterie. Ich könnte mir schließlich auch Zigaretten auf dem Arm ausdrücken und dann durchbrennen nach Nirgendwo, für immer. Stattdessen fahre ich für ein paar Tage nach Solingen. Ohne äußerliche Wunden. Vielleicht werde ich sogar in den Streichelzoo gehen, Eintritt zahlen, und eine kleine Ziege treten. Seitenanfang Burkhardt Wunderlich: AtmeIch möchte dir verfallen, und ich möchte mit dir spielen, ohne dass es ernst wird. Ich möchte, dass die Gewohnheit zum Verlangen wird. Ich möchte nicht nur für Augenblicke Liebe für dich empfinden und ich möchte, dass nicht alles irgendwann zuviel wird, und ich möchte dich nicht bereuen, irgendwann. Ich möchte, dass du mich nicht suchst, versprich es mir. Ich möchte dich ansehen am Tag, und ich möchte dich in der Nacht ansehen dürfen. Ich möchte dich berühren und dich hauen, und ich möchte, dass du mir in die Fresse schlägst und wir dann lachen und uns berühren. Ich möchte dich anlächeln, wenn du gehst, und ich möchte weinen, wenn du zurückkommst. Seitenanfang © 2004 die einzelnen Autoren |